Archive for Oktober 2009

7. Deutscher Wirbelsäulenkongress – Dieter Dorn begrüßt

19. Oktober 2009

Bisher war er auf Kongressen nicht unbedingt persönlich angekündigt oder erschien überraschend.
Dieses Jahr hält er die Eröffnungsrede vor einigen Hundert Therapeuten und Dorn-Begeisterten im Stuttgarter Haus der Wirtschaft.

Dieter Dorn betritt die Bühne in der ihm eigenen bescheidener Art. Ihm ist anzumerken, dass er nicht berühmt werden wollte. Neben seiner Freude über den Erfolg der nach ihm benannten Wirbelsäulen- und Gelenkbehandlung mahnt er die Anwesenden zum liebevollen Umgang mit dem Patienten, „naja“, sagt er „sie müssen den Patienten nicht unbedingt lieben, aber mögen sollten sie ihn schon“. Er lacht über das ganze Gesicht. Schließlich steht hier ein Mann, der als vom Hexenschuss geplagter Sägewerksbesitzer durch eine an ihm vollführte Maßnahme eines Bauern, die ihm zu schneller Schmerzfreiheit verhalf, vor über 30 Jahren zum Erforschen dieser Behandlungsmethode kam.

Als Laie erschloss er sich mit Hilfe eines Orthopäden anatomische Einblicke. Mit besonderem Stolz berichtet er, dass sich in seinem Umfeld alle 10km ein Dorntherapeut befindet und darunter immer mehr Ärzte von der Dorntherapie überzeugt sind. Ebenso stolz ist Dieter Dorn darauf, dass die Methode sich weltweit verbreitet hat. Von überall erhält er Resonanzen, so als Neuestes aus Vietnam.

Musikalisch: Dieter Dorn

Musikalisch: Dieter Dorn

Zum Schluss seiner Begrüßungsworte legt Herr Dorn eine Folie auf einen Overheadprojektor. Es zeigt seine neueste Theorie: Das Ansprechen bestimmter Wirbelsäulenbereiche auf Accorde. Als langjähriger Freizeit-Tanzmusiker habe er das Experiment an bisher 20 Menschen vorgenommen und seiner Beobachtung nach mögen die Leute besonders Lieder in Tonarten, die Schwachstellenbereichen an der Wirbelsäule entsprechen und mutmaßlich diesen Bereichen gut tun. Er sagt, das sei ein Anfang und ermuntert, beim Ergründen mitzuwirken und zu schauen, ob durch Melodien so ein zusätzlicher Heilzugang geschaffen werden kann.

Das in Kürze als kleinen Bericht, eine schöne Woche wünscht

Ihre Heilpraktikerin aus Mannheim,

Gabriele Wieland
www.hexenschuss-praxis.de

Dieter Dorn Gabriele Wieland auf dem 7. Wirbelsäulenkongress 17.10.2009 in Stuttgart

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Skoliose

5. Oktober 2009

In einer Praxis, die sich auf Rücken, Gelenke und Schmerzen spezialisiert hat, findet man sie ständig:             Die Skoliose!                             In der Fachliteratur wird sie als irreversibel bezeichnet und ihre Ursache häufig in die frühkindliche bis jugendliche Zeit datiert. Patienten erwähnen diese Diagnose gelegentlich als wäre sie nur ein kleiner Schönheitsfehler. Was aber bedeutet Skoliose und gibt es Möglichkeiten zur Behandlung?

Was ist eine Skoliose?

Die sonst eher in Richtung Hohlkreuz  also nach vorn/bauchwärts gewölbte Lendenwirbelsäule hat sich meist seitlich verbogen, was im Bereich der Brustwirbelsäule zu einer Verbiegung zur anderen Seite führt und auch  in der empfindlichen Halswirbelgegend zu verschobenen Wirbeln führt.

Die Wirbelsäule ist häufig in sich verdreht und zur Ausprägung eines Rippenbuckels oder Lendenwulstes disponiert. Das kann in Summe fatale gesundheitliche Folgen haben, die weit über orthopädische Beschwerden hinausgehen z.B. einer eingeschränkten Atemexkursion, Kopfschmerzen, Schwindel, Herz-Rhythmusstörungen oder sonstige organischen Beeinträchtigungen .

Um so wichtiger ist die Frage, wie ist dieser ungünstigen körperlichen Disposition eine Korrektur zu entlocken? Erfahrungsgemäß liegt einem Großteil der Skoliosen ein schiefes Becken zu Grunde. Bekannt sind in diesem Zusammenhang die Begriffe Beckenschiefstand und Beinlängendifferenz. Man könnte annehmen, wenn die Beine unterschiedlich lang sind, steht natürlich das Becken schief und daraufhin muss sich die Wirbelsäule pathologisch verbiegen und verdrehen.  Gemeinhin legt die Natur ausgesprochen selten ungleich lange Extremitäten an und der sogenannte, oft diagnostizierte Beckenschiefstand ergibt sich eher aus einer Verdrehung im Bereich der Beckenschaufeln/Hüfte (coxa). Genau darin liegt die Chance der Behandlung. Gelingt es also, das Becken zu korrigieren, hat die nach oben hin bisher schief ausgleichende Wirbelsäule die Grundlage für eine Korrektur in die anatomisch richtige Position.

Wie kann ein Beckenschiefstand korrigiert werden?

Wurde ein Beckenschiefstand oder eine Beinlängendifferen diagnostiziert, verordnete der Orthopäde gehäuft Schuherhöhungen, um das Becken auf einer Seite anzuheben. Das ist in den meisten Fällen leider nur eine symptomatische Behandlung und geht nicht an die Ursache.

Zur Korrektur des Beckens und der gesamten Wirbelsäule muss ein erfahrener Dorntherapeut aufgesucht werden (oder ein alternativer Therapeut, der mit Beckenregulationen Erfahrungen hat). Bei der Methode nach Dorn prüft der Behandelnde den Stand des Beckens und korrigiert die möglicherweise verschobene Seite sanft im Rhythmus der Beinbewegung des Patienten. Desweiteren zeigt er  Übungen, durch welche die Veränderung begünstigt wird. Schließlich hat der Körper meist über viele Jahre Muskulatur, Sehnen und Bänder der Fehlhaltung angepasst und ist geneigt, diese wieder einzunehmen.

Nebenwirkungen erwünscht

Als ausgesprochen gute und gewollte Begleiterscheinung kommt es bei dieser Maßnahme zu einer Befreiung von Isliosakralgelenkblockaden, wodurch häufig Ischiasschmerzen induziert werden. Zumeist begleiten auch Knieschmerzen einen Beckenschiefstand. Die Ursache für unterschiedlich belastete Kniegelenke wird also ebenfalls durch die Behandlung des Beckens behoben. Nicht zu vergessen ist an dieser Stelle die Coxarthrose. Steht die Hüfte „schief“ ist die Bewegung in den Hüftgelenken eingeschränkt oder  schmerzhaft. Bei einem physiologischen Beckenstand wird Synovia, die Gelenkflüssigkeit ausreichend hergestellt und ernährt den Gelenkknorpel.

Natürlich  „entspannt“ sich in Folge wirkungsvoll die Lendenwirbelsäule und Bandscheibenvorfällen wird vorgebeugt. Davon profitieren alle Organe des Bauchraums wie Darm, Blase, Uterus, Prostata usw.

Hilft das Stärken der Rücken- und Bauchmuskulatur?

Da  Skoliose häufig die Ursache für Rückenschmerzen ist, stellt sich die Frage nach der allseits geliebten Stärkung der Muskulatur als Entlastung

für den Rücken. Grundsätzlich ist ein gut funktionierender muskulärer Apparat natürlich wunderbar aber mit Blick auf die Skoliose ist zu sagen:

Erst korrigieren, dann trainieren..

…denn die trainierte Muskulatur soll die gesunde Wirbelsäule stützen und nicht die Fehlhaltung fixieren. Wenn Sie Sport betreiben und danach Schmerzen haben (zB. Am Knie), ist das ein Signal ihres Körpers, Ihren Beckenbereich überprüfen zu lassen. Naturell.

Übungen selbst ausführen

Wenn der Therapeut, den Sie ausgewählt haben, gut ist, lehrt er Sie, Ihre Haltung bei Ihren alltäglichen Arbeiten, in Freizeit und Sport zu überprüfen und ein Feingefühl dafür zu entwickeln, welche Bewegungen Ihnen gut tun und Einseitigkeiten aufzuspüren, Sie eher meiden sollten, um die Umstrukturierung Ihres Bewegungsapparates zu begünstigen.

Auch hier gilt wieder unterstützend: Atmen Sie bewusst: Atmen Sie tief und langsam mit offenem Mund in den Bauch ein. Dabei breiten Sie die Arme aus und stellen sich auf die Zehen. Beim Ausatmen senken Sie die Arme wieder und sinken auf die Füße.

Natürlich gibt es auch hier noch weitere Hilfen um die erwünscht bleibende Veränderung des Bewegungsapparates zu optimieren. Alles, was den Stoffwechsel ankurbelt ist gut.

Wie wirkungsvoll ist die Behandlung?

Allgemeingültige Aussagen sind ohne Anamnese und Untersuchung nicht möglich. Natürlich gibt es völlig verschiedene Ausprägungen und Ursachen von Skoliosen. Neben der sogenannten angeborenen Skoliose (möglicherweise durch eine Beckenverschiebung während der Geburt verursacht) und die sogenannte muskuläre Ursache nimmt die „idiopathische“ dh. ohne erkennbare Ursache, einen großen Teil von mindestens 80% ein.  Die Behandelten reagieren je nach Alltagsbelastungen  verschieden.

Besonders positiv ist das aktive Mitwirken des Patienten. Belohnt wird der Prozeß mit einem unbeschreiblichen gesundheitlichen Nutzen.  Das individuell erzielte „Aufrichten“ des gesamten Bewegungsapparates, wird als äußerst positiv empfunden. Schwieriger zu behandeln sind ältere Patienten mit einer möglicherweise versteiften Wirbelsäule und ausgeprägte, andere Erkrankungen wie zB. bei Morbus Parkinson und Morbus Bechterew.

Der Zeit entsprechend

Die Behandlung ist zeitgemäß, weil zwar der Therapeut den Impuls gibt, seine Erfahrungen und Beobachtungsgabe gefordert sind, der Patient jedoch erfährt sich als wesentlichen Akteur. Dieser Trend in der modernen Heilkunde am bewussten Menschen ist gewiss einer der begrüßenswertesten in unserer Gesellschaft und löst eindeutig die passive Haltung  von Patienten ab, die  früher mit reiner Verordnungsmedizin und  den Leistungen der Pflichtversicherungen glücklich waren.

Begleitende Hilfen:

Sollten Sie aufgrund der Skoliose in einer Schmerzsituation sein, ist Akupunktur anzuraten.  Gern dürfen Sie  durchblutungsfördernde und den Stoffwechsel begünstigende Maßnahmen mit Salben, Ölen und Bädern (zB. mit Lavendel oder Basensalz) nutzen. Auch hier sei wieder Trinken angeführt, um das natürlichste aller Stoffwechselmedien –H2O- zur Verfügung zu haben. Beachten Sie desweiteren auch eine vorwiegend basische, also eher pflanzliche Kost.

Was repräsentiert Körperhaltung?

Wenn sie einmal an einer Promenade sitzen und sehen, wie Menschen vorüberlaufen, fällt Ihnen gewiss auf, wie mühsam sich manch einer durchs Leben schleppt oder gar rennt! Nicht selten ist daran eine Skoliose beteiligt.

Wie oft schon mussten Sie sich verbiegen, um familiären und gesellschaftlichen Ansprüchen gerecht zu werden? Möglicherweise fällt die Korrektur der Körperhaltung leichter, wenn sie mit einem „Update“ der Lebenseinstellung einhergeht. Ein Test lohnt sich!

Aufrichtende Grüße aus Mannheim,

IHRE Heilpraktikerin Gabriele Wieland



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