Das Genie der Homöopathie

Vortrag im katholischen Bildungszentrum Sanktclara Mannheim zur Homöopathie am 9. Juni 2010

Naturheilverfahren erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

Die Nachfrage steigt ständig.

Aber was ist „Homöopathie“ ?

Wo liegt der Unterschied zu Pflanzenheilkunde, der Phytotherapie?

Homöopathie ist immer wieder umstritten, denn was Erfolg hat, wird immer angegriffen…

Was ist das eigentlich genau? Wie wirkt sie und bei welchen Erkrankungen nützt sie etwas?

Der Begriff Homöopathie ist für Laien oft schwer abzugrenzen. Daher folgten der Einladung des katholischen Bildungswerk Mannheim zahlreiche Interessenten. Hier eine kleine Zusammenfassung.

Samuel Hahnemann (1755-1843) studierte in Leipzig Medizin, später auch noch Chemie. Sein Forschergeist ließ ihn mit den damaligen Behandlungsmethoden hadern, die er Symptomkuriererei nannte, und trieb ihn sogar so weit, dass er seine Praxis schloss und seine bereits 6-köpfige Familie mit Übersetzungen über Wasser hielt.

Die Übersetzung des Arzneimittelbuches des Engländers Cullen stieß ihn auf die Chinarinde. Er nahm sie ein und entwickelte Symptome, die er vom Wechselfieber/Malaria kannte. Die Rückschlüsse aus diesem immer wiederholten Experiment an sich selbst werden als Geburtsstunde der Homöopathie bezeichnet (1790) Er formulierte in der Folge das Ähnlichkeitsprinzip: „similia similibus curentur“, dem zugrunde liegt, dass ein Mittel, das beim Gesunden Symptome einer Krankheit hervorruft, beim Kranken diesem zur Heilung verhilft.

Um die Wirksamkeit der Methode zu verfeinern, entwickelte er das System der Verreibung/Verschüttelung/Potenzierung, wodurch von den Ausgangsstoffen meist keine Inhaltsstoffe nachweisbar sind, die Wirksamkeit der Mittel dennoch erhöht wird und Nebenwirkungen verschwinden (zB bei Giftsubstanzen).

Wo liegt der Unterschied zu Pflanzenheilkunde, der Phytotherapie?

Im Unterschied zur Phytotherapie werden in der Homöopathie nicht nur pflanzliche Ausgangsstoffe verwendet, sondern auch tierische, mineralische, energetische (zB Mondlicht) sowie Mittel aus krankem Material, Sekret, Blut, Erregern (Nosoden).

Grundsatz: Die Homöopathie ist eine Regulationstherapie. Wie andere naturheilkundliche Maßnahmen auch (Akupunktur usw.) regt sie die vorhandene Körperenergie derart an, dass ein Heilprozess eingeleitet wird (Harmonie).

Kernsatz: Nur von dem, was gesund ist, kann ein Heilimpuls ausgehen.

Es gibt unterschiedliche Vorgehensweisen in der homöopathischen Behandlung

Die klassische Homöopathie läuft in der Regel auf eine Behandlung der Gesamtkonstitution des Patienten hinaus. Der Therapeut versucht, das passende Mittel nach stundenlanger Anamnese entsprechend der außergewöhnlichen Besonderheiten, die aus dem Patienten zu ihm „sprechen“, herauszufinden und damit in der Grunddisposition einen Impuls über das Simile zu geben. In diesen Fällen kommen höhere Potenzen C oder LM zur Anwendung, die meist mit wenigen Gaben auskommen.

Die niederen Potenzen (D), unter Umständen mit gelegentlich einem Einzelmittel kombiniert das eine Urtinktur ist, also nicht potenziert wurde (sehr gut zB.: Crategus – Herz-, Mariendistel – Leber-Zellregeneration) finden oftmals Anwendung in der Komplexmittelhomöopathie. Hier gibt es äußerst wirksame und bewährte Mittel, die sich auf Symptomkomplexe konzentrieren. Diese Mittel werden meist mehrmals am Tag über einen gewissen Zeitraum gegeben.

Die anthroposophische Medizin sei hier ebenfalls erwähnt, die sowohl Einzelmittel als auch hervorragende Komplexmittel gemäß der anthroposophischen Menschenkenntnis in homöopathischen Niederpatenzen anbietet, wobei der Schwerpunkt auf das Geistig-Seelische gelegt wird.

In diesem Zusammenhang sei auch noch die Spagyrik erwähnt. Spagyrik ist eine Form der Medikation, die „Trennen und neu Vereinen“ bedeutet und nach klaren Vorschriften durch diesen Prozeß eine Wirkverstärkung zum Ziel hat.

In Deutschland wird sie ebenfalls zur Homöopathie gerechnet obwohl nicht immer eine Potenzierung stattfindet.

Grenzen der Homöopathie

Die Errungenschaften der Schulmedizin sind unumstritten. In Einzelfällen müssen Therapeut und Betroffener die individuell richtigen Maßnahmen erwägen (Operationen usw) und die Homöopathie unter Umständen als Begleittherapie zu schulmedizinischem Vorgehen in Betracht ziehen. Behandlungsmethoden sind so individuell wie wir Menschen.

Resüme: Die Homöopathie hat Stärken und Vorteile gegenüber schulmedizinischen Methoden,  weil sie, abgesehen von Erstverschlimmerungen, nebenwirkungsfrei, sanft und gezielt wirkt und sehr preiswert ist. Sie bietet sanfte Alternativen zur Heilung bei chronischen Erkrankungen aber auch in Akutfällen. Homöopathie behandelt den ganzen Menschen: Körper, Geist und Seele – also auch psychische

gibt es etwas herrlicheres als die Natur?

"Die eine Rose"

Erkrankungen. Das Ziel einer homöopathischen Behandlung ist, das emotionale und biologische Gleichgewicht des Menschen herzustellen, was seine Abwehrkräfte optimiert, das Immunsystem stärkt und ebenso das Gemüt.

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