Zum Glück haben wir den Spiegel! Ist Homöopathie – ein Rückfall ins Mittelalter?

Ja, die Spiegel Redaktion gilt gemeinhin als die best recherchierende und ihre Nachrichten mehrfach absichernd. Um so verblüffender ist, mit welch einer traumwandlerischen Sicherheit wiederholt (Ausgabe vom 22.11.2010), hexenjagdähnlich dabei die Homöopathie als Irrlehre, skurrile Heilslehre und Voodo-Medizin bezeichnet wird. Es erinnert an Professor Hecker aus Berlin, der 1810 das öffentliche Kesseltreiben gegen Hahnemann begann. Seine Kritik an Hahnemann faßte er in einer derart rüden und beleidigenden Form ab, daß sich das Lager zwischen Homöopathen und Allopathen endgültig spaltete. Die Allopathen sahen einen Scharlatan in ihren Reihen. Die Apothekerzunft befürchtete Umsatzeinbußen.

Wer will schon eine sanfte Medizin, die wenig kostet und keine Nebenwirkungen produziert?

Mittel, die zwar vordergründig ihren Zweck erfüllen, aber in Wirklichkeit die Krankheitssymptome unterdrücken und oft auf andere Organsysteme verschieben (Reckeweg), werden hingegen verordnet und brav eingenommen. Verblüffend nur, dass sich doch immerhin 57% der Deutschen schon mindestens einmal für die Einnahme von homöopathischen Mitteln entschieden haben.  Schließlich gibt es mittlerweile zahlreiche homöopathische Medikamente, die zugelassene Arzneimittel sind. Um diesen Status zu erreichen, der den Herstellern erlaubt, Anwendungsgebiete zu benennen, müssen aufwendige extrem teure Studien und Nachweise über die Wirksamkeit erbracht werden. Wo also, lieber „Spiegel“, ist da die rein psychotherapeutische Plazebo-Wirkebene?

Ohne Zweifel hat die Schulmedizin große Verdienste in vielen Bereichen. Mit der Zweipatientengesellschaft gibt es jedoch zunehmend Optimierungsbedarf, weshalb es die Hilfesuchendenen in alternativmedizinische Praxen treibt.

Nicht ohne Grund hat sich ein mittlerweile beachtenswürdiger Teil der Ärzte (immerhin lt. nc eine unserer intelligentesten Berufsgruppen) für die Verordnung homöopathischer Medikamente entschieden.

Ist Homöopathie – ein Rückfall ins Mittelalter? Es könnte duchaus interessant sein, sich einmal anzusehen, was den studierten Mediziner und Pharmakologen Hahnemann vor mehr als 200 Jahren in die „Irrlehre“ trieb.

Menschen, die sich mit aus einem tiefen inneren Bedürfnis heraus mit Heilkunde beschäftigen, haben seit je her nach  Möglichkeiten gesucht, noch bessere,wirksamere Methoden zu finden und zu entwickeln. Die Alternativmedizin und damit die gesamte Gesellschaft profitiert heute davon. Viele dieser daraus erwachsenen Behandlungsmethoden werden nach wie vor nicht anerkannt, wirken aber trotzdem. Einige Krankenkassen bezahlen sie indes, weil sie längst gemerkt haben, dass Naturheilkunde preiswert ist.

Zu allen Zeiten wurden Wissende verdammt, Gallilei musste wiederrufen, Kolumbus hätte vom Tellerrand der Erde fallen müssen.
Was würde geschehen, wenn mehr naturheilkundlich und auch homöopathisch behandelt werden würde?  wäre unser Grundwasser noch mehr verseucht mit Antibiotika und Hormonen,  gäbe es weniger Krebs, weniger Depressionen, weniger Demente…………. „wie im Mittelalter“?

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2 Antworten to “Zum Glück haben wir den Spiegel! Ist Homöopathie – ein Rückfall ins Mittelalter?”

  1. Soniadeluxe Says:

    Hallo! Ich lese heute erstmals bei Ihnen rein und finde Ihr Blog sehr interessant.
    Was derlei Medienberichte betrifft, so finde ich, dass der jeweilige Autor durchaus durch seine eigene Brille schaut, dass sogenannte Objektivität gar nicht existiert.

    Meiner Erfahrung nach findet der Mensch den Heilpraktiker oder Schulmediziner, der zu seinem jeweiligen Bewußtseinszustand passt.

    Entsprechend fallen solche Berichte entweder auf fruchtbaren Skeptikerboden oder eben lösen aus, dass jemand sich TROTZ solcher Berichte auf den Weg macht und mehr erfahren will. Auf eigene Faust sozusagen. Und diese Menschen landen dann auch bei den entsprechenden anderen Quellen.

    Wenn jemand nur danach schaut, was die Medien sagen, dann ist das für diese Person wahrscheinlich zu dem Zeitpunkt genau das Richtige:-)
    Es erfordert warhscheinlich ein wenig Abstand, das so betrachten zu können.

    Ich begrüße es sehr, in Blogs wie ihrem zu stöbern und mich inspirieren zu lassen. Und ich denke mal, dass das eine ganze Menge Menschen heutzutage auch schon ganz autark tun.

    Und: je mehr Heilpraktiker selbst von ihren Erfahrungen im Web oder auch der Presse berichten, ihr Wissen auch großzügig Teilen (das ist wohl eine Voraussetzung für’s Bloggen) desto weniger Gewicht bekommen hetzerische Berichte der Massenmedien.

    Vielleicht ist das ja ein guter Weg: einfach ein Gegengewicht an Information zu schaffen, das auch die andere Seite zeigt.

    Alles Gute für Sie!

    • heilpraktikerin Says:

      Hallo,
      ich sehe Ihren Kommentar auf meinen Blog erst heute und möchte mich herzlich bedanken. Ja, ich finde ebenfalls, dass die entsprechenden Leute schon zueinander finden. Haben sie besten Dank auch für die guten Wünsche, die ich hiermit erwidere!
      Gabriele Wieland : )

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