Archive for Januar 2011

Im letzten oder nächsten Leben Orthopäde? Nachruf für Dieter Dorn

22. Januar 2011

Soeben lese ich, dass Dieter Dorn am Mittwoch, dem 19. Januar 2011 gestorben sei.

Dieter Dorn 2009

Dieter Dorn 2009

Dieter Dorn, geboren am 13. August 1938, der Erfinder der Dorn-Methode war Sägewerksbesitzer und Landwirt und behandelte abends nach der Arbeit. Er hatte sich die Therapieform aufgrund der positiven Erfahrung eines ehemals in der Nähe „Wirbel-drückenden“ Bauern erarbeitet. Nachdem er auch einen Orthopäden überzeugend und erfolgreich therapiert hatte, half ihm dieser mit seinem Fachwissen bei der Dokumentation, Veröffentlichung und der Weitergabe der Behandlungsform über Seminare. So verbreitete sich seit 1985 die Dorn Methode rasant aufgrund ihres durchschlagenden Erfolges.

Auf dem letzen Wirbelsäulenkongress 2009 in Stuttgart konnte ich noch einmal Dieter Dorns erfrischend freudige, herzliche und humorvolle Art erleben.
Ein musikalischer Mann präsentierte vor einigen hundert Menschen im Eröffnungsvortrag des Dorn-Kongresses seine neue Theorie über den Bezug von Tönen zur Wirbelsäule. Bescheiden und belebt konnte man diesen körperlich kleinen Mann auf der riesigen Bühne sehen.

Ich bin glücklich, ihm mehrfach begegnet zu sein und von ihm gelernt zu haben. Sein Daumen war an meiner Halswirbelsäule als ich 2001 das Seminar bei ihm daheim im Allgäu besucht habe. Seit dem habe ich schon unzählige Wirbel gedrückt und Menschen durch diese völlig logische und wirkungsvolle Weise helfen können.

Täglich werde ich ihn durch meine Arbeit am Menschen weiterhin ehren. Er hat dazu beigetragen, dass sich unser Gesundheitssystem dahingehend wandelt, dass sich der passive Pillenschlucker zum aktiven Patienten verändert.

Als ich ihn fragte, ob ich nochmal ein Foto mit ihm bekäme (siehe Homepage http://www.hexenschuss-praxis.de), antwortete er, dafür wolle er aber mein Herz. Daraufhin sagte ich zu ihm, das habe er schon längst und wir lachten…

Danke, Dieter Dorn!

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Impotenz

12. Januar 2011

Aufgrund konkreter Anfragen möchte ich mich heute dem Thema Impotenz widmen.
Die feinen Wirkmechanismen im menschlichen Organismus erfahren durch unser stressiges, medikamentenüberladenens Leben, Zusätze in Nahrungsmitteln und Kosmetika irritierende Schwächungen, die vielerlei Krankheiten und Symptome begünstigen können.

Männer haben es ohnehin schwer in unserer Zeit und Gesellschaft. Sie sollen einerseits „Frauenversteher“ sein und andererseits „Kerle“. Das ist für die wenigsten möglich und schafft nicht nur Partnerschaftsprobleme sondern auch Erektionsschwächen. (Bei Frauen besteht das Problem in umgekehrter Weise.)

Folgen sind verminderte Lust, Zeugungsunfähigkeit, Impotenz und hormonelle Störungen.
Im speziellen Fall fragt ein Patient nach der Wirkung von Blutegeln bei Impotenz.

Die Frage ist leicht beantwortet: Männer haben Frauen gegenüber einen entscheidenden Nachteil. Mangels der deutlich besseren Blutreinigung durch die Menstruation haben Männer „dickeres“ Blut. Das spiegelt sich im Labor/Blutbild im Hämatokritwert wieder, welcher den Anteil fester (zelluärer) Teilchen im Blut bezeichnet. Es wird ein Wert von 37-45% als gesund bezeichnet, bei Männern sogar bis 50. Bestenfalls sollte ein HKT-Wert um die 40 sein.

Da die dem Akt vorausgehende Erektion ein Ergebnis von Stimulation und Physiologie ist, sind bei Erektionsstörungen individuelle Kriterien zu beachten. Zunächst einmal wissen viele Männer nicht, dass die Gabe von Herzkreislaufmitteln, Betablockern, Psychopharmaka, Antiallergika/Antihistaminika Impotenz fördert.

dazu siehe Erfahrungsbericht:

http://www.dr-schnitzer.de/forum-betablocker-leistungskiller-wm.html

Sofern derartige Mittel eingenommen werden, muss überlegt werden, ob und wie eine Alternative umsetzbar und überhaupt möglich ist. Ein sachkundiger verantwortungsvoller Therapeut wird sie dazu beraten.

Fakt ist, dass eine Erektion das Ergebnis von Entspannung und Stimulation ist. Dabei spielt die Blutviskosität eine Rolle. Diese, und damit der Hämatokritwert, sollte vorzugsweise um die 40% sein, gern darunter.

Der Biss von Blutegeln ist vergleichbar mit einem Insektenstich oder der Berührung einer Brennnessel. Egel saugen nicht nur, sie sondern u.a. Histamin, Hirudin, Destabilase und Hyaluronidase aus, die antibakteriell, gerinnungs- und entzündungshemmend, immunisierend, entkrampfend und antithrombotisch wirken und so eine deutlich positive Wirkung auf das Allgemeinbefinden haben.

Die vom Egel in den Organismus abgesonderten Stoffe heilen nicht nur eine Erkrankung, sondern wirken auf die Ursachen.
Die Wirkebenen sind vielfältig, eine signifikante sehe ich in der Entlastung der Leber. Die Leber ist ständig klaglos damit beschäftigt, den Körper zu entgiften. In dem Moment, wo man ihr diese Arbeit mittels Ausleitung (Nachbluten nach dem Blutegelbiss) abnimmt, ist auch sie leistungsfähiger. Das spürt man natürlich sofort. Wir alle wissen, dass der „Genuss“ von Alkohol uns beeinträchtigt. Ab einem gewissen Maß wird das Gehirn mit Noxen überlastet, weil die Leber nicht so schnell mit der Entgiftung nachkommt. Die Blutegelbehandlung bewirkt das Gegenteil. Damit hat sie natürlich auch geistig, psychische Auswirkungen und steigert die Leistungsfähigkeit nicht nur körperlich.

Die Verbesserung der Durchblutung durch optimierte Blutviskosität einhergehend mit einer entspannteren physischen und psychischen Gesamtsituation dürfte ausschlaggebend für eine wirkungsvolle Behandlung von erektiler Dysfunktion bzw. Impotenz sein.

Blutegel sind seit Jahrhunderten bewährt. Heuzutage werden sie für medizinische Zwecke gezüchtet und kommen immer nur einmal zur Anwendung. Die Häufigkeit der Anwendung ist individuell und richtet sich oft nach der bisherigen Dauer der Krankheit, anfangs wahrscheinlich 1x im Vierteljahr. (Bei allen, den Unterleib betreffenden Indikationen setzt man die Egel um die Ileosakralgelenke an, also um das Kreuzbein/unterer Rücken)

Wer dennoch vor den Regenwurmverwandten zurückschreckt, wird in einer naturheilkundlich orientierten Praxis alternative Möglichkeiten einer sinnvollen Behandlung finden.

Hier seien noch einige Indikationen aufgeführt, für die sich die Blutegelbehandlung außerdem bewährt hat:

Gefäßleiden, Bluthochdruck/Hypertonie, Arteriosklerose, Thromboseneigung, Krampfadern, Myokardinfarkt/Herzinfarkt, Venenvergrößung, Leberentgiftung,Geschwüre, Ödeme. In der Frauenmedizin sind die Blutegel auch sehr gute Hilfsmittel, Eierstockzysten, Endometriose, Menopause, bei verschiedenen Bildungen im Beckenboden, Frigidität, Unfruchtbarkeit… nach der Menopause…

Weitere Faktoren für Impotenz:
strong>Alkohol
Alkohol kann sexuelle Hemmungen abbauen, wirkt sich aber negativ auf die sexuelle Leistungsfähigkeit. Das Nervensystem erfährt eine Dämpfung und die sexuelle Stimulierung ist vermindert. Alkohol wirkt vasodilatativ, dh. erzeugt eine Erweiterung der Blutgefäße, so dass der Penis weniger durchblutet wird und es dadurch schwieriger wird eine Erektion zu bekommen.

Medikamente
Manche Medikamente gegen Bluthochdruck, Angina Pectoris, Magengeschwüre, Epilepsie sowie Antihistaminika gegen Heuschnupfen können zu Erektionsstörungen führen oder das sexuelle Verlangen mindern also verringern die Libido.

Mit meinen besten Wünschen, Ihre Heilpraktikerin aus Mannheim
Gabriele Wieland

Hexenschuss – aber keine Hexe in Sicht???

5. Januar 2011

Tja, das kommt in den besten Familien vor!
Von jetzt auf gleich ist man schief. Es gab weder eine falsche Bewegung noch sonst einen äußeren Anlass…
Man schleppt sich gerade noch so von Termin zu Termin, sieht aber nicht mehr vital aus.
Im Rücken fühlt es sich kraftlos an, als wäre man halb durchgeschnitten und nicht wieder richtig aufeinandergesetzt. Bücken ist nur noch eine dunkle Erinnerung und eigentlich würde man sich ins Bett fallen lassen, ………..nur wie?

Da sich, wie bei anderen Beschwerden auch, meistens mehrere Faktoren addiert haben bis zum übergelaufenen Fass namens HEXENSCHUSS können die unterschiedlichsten Möglichkeiten einer Behandlung in Erwägung gezogen werden.

Oft schafft es der Betroffene gar nicht zum Therapeuten.
Hier der Rat für die Selbsthilfe: Einreiben mit Traumeel-Salbe, parallel Traumeel-Tabletten lutschen, evtl. auch Magnesium (am besten Magnerot classic). Magnesium soll in diesem Falle nicht nur die
sich kompensatorisch verspannenden Muskeln versorgen sondern, da oftmals ein
psychischer Auslöser in Erwägung zu ziehen ist, den Sympaticus dämpfen. Sozusagen
die negative Rückkopplung schwächen.

Traumeel ist bei Verletzungen aller Art angesagt (Unfälle, Traumata körperlich und seelisch, Brüche, Stauchungen, Zerrungen und sollte daher in jeder Reiseapotheke sein, auch vor und nach Zahnbehandlungen sowie Operationen hilft es dem Heilungsprozess und gegen Schmerzen) Durch den Anteil von Hypericum D2 wird der Wirkung auf die psychische Ebene ebenfalls abgedeckt.
Basisch baden (basensalz) wäre noch gut….
viel möglichst heißes Wasser trinken, gern auch mit Schüsslersalz Nr. 7 (Magnesium phosphoricum) darin aufgelöst.
und
und
und
Wenn die Gattin Krankenschwester(oder der Gatte Arzt : )) ist, lassen Sie sich Vitamin B12 spritzen intramuskulär.
Desweiteren sind alle blähenden Nahrungsmittel zu meiden, also alles, was Sie nicht vertragen.
Noxen weglassen wie Kaffee und Kippen………………….. und Stress!
Schauen Sie einfach, was sie davon beachten können und ob Ihnen Wärme gut tut
.

Wenn Sie das alles gemacht haben, ist die Frage, wer war die Hexe? Was war der Auslöser? und wie transformiere ich diese Energie in Zukunft……..
Über Wirbelsäulen und Beckenfehlstellungen habe ich heute nicht geschrieben, weil ich die statische Komponente vom Hexenschuss und Bandscheibenvorfall schon in vorherigen Artikeln und auf meiner Homepage (www.hexenschuss-praxis.de) usw. ausführlich behandelt habe!

Vielleicht noch eine Antwort auf die Frage, wann muss ich nun zum Arzt oder Heilpraktiker?
Der einfache Hexenschuss, auch Lumbago genannt, sollte sich relativ schnell bessern. Wenn nichts hilft und es Ausstrahlungen oder Probleme beim Wasserlassen gibt, sollte man schnell Rat und Hilfe suchen.

Gute Besserung, ihre Heilpraktikerin aus Mannheim, Gabriele Wieland!


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