Archive for November 2014

Zu „wache“ Kinder und L-Thyroxin in der Schwangerschaft

22. November 2014

Nach meiner bisherigen Beobachtung wird in der Schwangerschaft L-Thyroxin oft höher dosiert als davor. Je nachdem, wie es den Frauen in dieser Zeit körperlich und seelisch geht, rate ich zu engmaschiger Untersuchung der entsprechenden Blutwerte. In aller Regel wird der TSH kontrolliert und dementsprechend L-Thyroxin verordnet, das Schilddrüsenersatzhormon, das bei Unterfunktion der Schilddrüse oder der mittlerweile häufig diagnostizierten Entzündung, der sogenannten Thyroiditis Haschimoto zum Ausgleich verhelfen soll.

Wenn Sie sich umgetrieben fühlen, ruhelos, wie unter Strom, die Haare ausgehen oder sie trotz Schwangerschaft nicht zunehmen, lassen Sie nochmals Ihre Blutwerte untersuchen. Eventuell sollten die Hormone sogar besser im Speichel gemessen werden. Im Blut geben Labore an, ein TSH zwischen 0,4 und 4 sei der Normbereich. Nach meiner Erfahrung reicht der TSH allein nicht aus.
Die Gabe von Schilddrüsenersatzhormonen halte ich grundsätzlich für disskutabel. Ich erachte eine Anregung der körpereigenen Hormonproduktion jedoch für wesentlich sinnvoller. Eine Drüse, die durch die regelmäßige Gabe dessen, was sie eigentlich produzieren sollte, nicht mehr stimuliert wird, stellt seine Funktion nur noch mehr ein.

Unterstützen kann man die Schilddrüse durch die Einnahme von Zink, Selen und B-Vitaminen. Naturheilkundlich sind regulierende Homöopathika angezeigt sowie Organpräparate bewährt. Auch Präperate aus Wolfstrappkraut haben sich regulierend bewährt und sind nicht nur bei Überfunktion in Erwägung zu ziehen. Die Verlaufskontrolle würde eine derartige Alternativbehandlung absichern im Allgemeinen bemerken die Frauen jedoch schnell, dass es ihnen viel besser geht.

Psychische Symptome wie schnelles Weinen und Überempfindlichkeit sind ebenfalls konkrete Hinweise auf eine Schilddrüsenbetroffenheit.

Für den speziellen und besonders wichtigen Fall einer L-Thyroxin-Überdosierung in der Schwangerschaft hatte ich in den vergangenen Monaten leider mehrfach Beispiele in der Praxis. Den Frauen ging es körperlich und seelisch kathastrophal. Die anschließend geborenen Kinder wirkten auffällig wach und zeigen eine ungwöhnliche Präsenz für ihr gerade mal paar Wochen. In einem Falle kamen die Eltern sogar mit der Vermutung, das Kind habe eine Essstörung. Der behandelnde Kinderspezialist habe angeblich geraten, man solle mit dem Kind nicht rausgehen, weil es dann mit noch mehr Reizen überflutet werden würde. Daran hielt sich die junge Mutter. Eine Kathastrophe! Am Ende wird das Kind noch als hyperaktiv eingeordnet.

Lassen Sie sich von einem erfahrenen Therapeuten beraten. Ich stehe natürlich an dieser Stelle zur Verfügung sowohl für die betroffenen Frauen als auch die Babys.

Mit herzlichen Grüßen aus Mannheim

Ihre Gabriele Wieland

http://www.hexenschuss-praxis.de/naturheilkunde_kinder.htmlbrüsselopal 254

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Den Teufel mit dem Beelzebub – Europäischer Antibiotikatag

19. November 2014

Europäischer Antibiotikatag… 18.11.14.
Es ist so ähnlich wie mit dem Cortison, wenn es Leben rettet, sind wir dankbar und glücklich, dass wir derlei Mittel haben. Das Übermaß jedoch treibt den „Teufel mit dem Beelzebub“ aus…

Leider begegnen wir dem Übermaß auf Schritt und Tritt. Bei allen möglichen Erkrankungen wird zunächst einmal ein Antibiotikum verordnet, vorsorglich bei Operationen, Zahnbehandlungen, in der Massentierhaltung usw. eingesetzt. Und dann wundern sich Politiker, dass damit Resistenzen einhergehen. Bakterien reagieren nicht mehr auf Antibiosen…

http://www.bmg.bund.de/ministerium/presse/pressemitteilungen/2014-04/europaeischer-antibiotikatag-2014.html

Aus meiner naturheilkundlichen Sicht ist der Weg zu einem vernünftigen Umgang mit Antibiotika ganz einfach:

Nur im tatsächlichen Notfall einsetzen! Doch wann ist dieser?

Eltern wird erzählt, dass sie ihrem Kind bei Scharlach Antibiotika geben müssen, weil das Kind sonst einen Herzfehler oder eine Nierenschädigung bekommen könnte. Das ist ungefähr so als würde man jemandem, der ein Auto kauft, sagen, dass er damit möglicherweise tödlich verunglücken kann.

Entschuldigung, das ist natürlich ein harter Vergleich. Fakt jedoch ist, um mal beim Beispiel Scharlach zu bleiben, dass ein Kind sinnvollerweise diese Erkrankung durchleben sollte. Damit geht zwingend einher, dass mindestens eine Woche Bettruhe zu halten ist und danach noch ca. 3 Wochen Kind und Mutter (bzw. der Elternteil, dessen Arbeitgeber das toleriert!) daheim bleiben.

Und genau da beginnt der Zwiespalt: Natürlich arbeiten alle und keiner kann sich erlauben, 4 Wochen mit dem Kind daheim zu bleiben und zu warten, dass der kleine Organismus natürliche Antikörper bildet. Es wird also Antibiotika gegeben und das Kind ist 2-4 Wochen später wieder erkrankt.
Von 3 Scharlachfällen/respektive Streptokokkenangina pro Saison/Kind wurde mir nicht selten berichtet. Spätestens dann summmiert sich der Arbeitsausfall des entsprechenden Elternteils ohnehin. Die Eltern werden dann im 2. Winter mit demselben Verlauf aufmerksam und suchen, sofern sie einigermaßen geistig rege sind, nach einer Alternative.
Dass mit der mehrfachen Antibiotikaeinnahme pro Saison andere Schwächungen einhergehen, wie generelle Infektanfälligkeit, gestörte Verdauung usw. merkt der eine oder andere auch.

In der anthroposophisch-homöopathischen Medizin gibt es ausgesprochen wirkungsvolle und entwicklungsfördernde Medikamente, die mit begleitender Fürsorge, dem kleinen Organismus helfen, auf natürliche Weise mit den Erregern fertig zu werden. Haben Sie Vertrauen in den widerstandsfähigen Körper ihres Kindes! Ein Organismus, der täglich tausende Krebszellen vernichten kann, kann auch Bakterien töten!

Nicht jeder Infekt, dem üblicherweise mit Antibiose begegnet wird, erfordert 4 Wochen Arbeitsausfall. Tragen Sie zu einer guten Gesundheitsbasis Ihres Kindes und unserer Gesellschaft bei, indem Sie über einen Einsatz von Antibiotika bei sich und Ihren Kindern selbst nachdenken. Erwerben Sie das notwendige Wissen, um auch Fieber bei Infekten entsprechend einzuordnen und nicht gleich mit Fiebersenkern zu begegnen. Der Körper erhöht zunächst nur die Temperatur, um Erreger zu vernichten, simple as that.

Stärkend in Infektsituationen sind beispielsweise die Gaben von Himbeeren, roten Säften, generell Eisenhaltigem (was ja die Farbe ROT involviert, allerdings Vorsicht bei Neigung zu Verstopfung!)
Mit einer verbesserten Eisenaufnahme sind die Abwehrkräfte gestärkt, weil unter anderem dadurch die Blutbildung verbessert wird. Bei Fieber also (Bett-)Ruhe, trinken und liebevolles Versorgen!

Ein derart umsichtiges Vorgehen erhält die Wirksamkeit von Antibiotika für den wirklichen Notfall.
Ihre Heilpraktikerin aus Mannheim-Neckarstadt
Gabriele Wieland
http://www.hexenschuss-praxis.de/naturheilkunde_kinder.html

Auf immer in unseren Herzen – Eine Hommage an Michael Gienger

17. November 2014
michael mit Hut isubrische Zone 2011

Michael Gienger 2011. Bild: Gabriele Wieland

 

Ein Mann ist gegangen. Nicht irgendeiner. Michel Gienger – ein großherziger, wunderbar liebevoller Mensch. Gestern, Sonntag, den 16.11.14 verließ er im Alter von 50 Jahren die „Erdenschwere“. Ich nannte ihn insgeheim den „König der Steinheilkunde“. Er war viel zu bescheiden, um derlei Titulierungen gut zu finden. Sein erstes Buch „Die Steinheilkunde“ ist deutschlandweit über 100.000 mal verkauft worden und wurde in mehr als 10 Sprachen übersetzt.
Ich lernte Michael 2010 bei einem Vortrag in Schwetzingen kennen anlässlich seines Vortrags über die „Heilsteine der Hildegard von Bingen“ (ebenfalls ein Buch von ihm). Seit dem schickte er monatlich seine Newsletter per e-Mail und so nahm ich 2011 an einer geologischen Wanderung mit ihm teil. Bei dieser Gelegenheit entstand auch obiges Bild, das ihm gut gefiel.

Meine Betroffenheit über seinen Tod mischt sich mit großer Dankbarkeit und höchster Anerkennung. Subjektiv meint man, es sei ein viel zu früher Abschied. Objektiv hat er für mehrere Leben gewirkt. Möge sein Geist weiterleben in unseren Herzen, sein Einsatz für die Steinheilkunde und ebenso das Bewusstsein für Fair-Trade Mineralien.

Es gibt nicht genug Worte, um ihn zu würdigen. In diesen schweren Stunden fühle ich mit den Angehörigen und wünsche Ihnen das, was in unserer Gesellschaft schwer umsetzbar zu sein scheint: „Lasst die Seele ziehen, erinnert Euch an die vielen schönen Momente und seid dafür dankbar!“ Man lernt hier nicht, mit dem Tod umzugehen. In Afrika und bei vielen Naturvölkern wird gefeiert…

Er hat es geschafft, viel zu bewirken. Er hat die Herzen erreicht und in diesen lebt er weiter.

Danke Michael!
Mit größtem Respekt für Deine Lebensleistung, Dein persönliches Engagement!
Gabriele Wieland
http://www.hexenschuss-praxis.de/steinheilkunde.html

Zucker und Aufmerksamkeitsdefizite

8. November 2014

In der Anamnese bei Kindern mit vermutetem Aufmerksamkeitsdefizit (zB ADHS) zeigt sich desöfteren ein hoher Zuckerkonsum: Cola, Fanta, Caprisonne, Kakao und sonstiger Süßkram. Viele Betroffene haben bereits berichtet, dass der Verzicht auf Zuckerhaltiges eine deutliche Verringerung ihrer Unkonzentriertheit, Leistungsmängel und Unruhe gezeigt hat.

Da Zuckerentzug ähnliche Unruhesymptome wie der Verzicht auf Alkohol und andere Drogen zeigt, erfordert dieser Weg einen starken Willen, vor allem wenn es sich um Kinder handelt.

Im konkreten Fall eines Grundschülers stellte ich im Erstgespräch folgendes Verhalten fest: vorlautes, „freches“ Reden, ständiges Reinreden, nicht vorhandenes Sozialverhalten, Reden schnell, teils verwaschene Sprache, unfähig den eigenen Geburtstag auf Anhieb zu benennen, was in dem Alter jedoch selbstverständlich gewesen wäre, Sprache mit hervorragender Wortwahl und schnell, egozentrisch, Konsum von Süßgetränken in extremem Ausmaß, kein Wasser, kein Tee.

Im Tierversuch konnte nachgewiesen werden, dass Zuckerkonsum gravierende Auswirkungen auf das Verhalten hat. Die Dopaminausschüttung findet über das Belohnungssystem im Gehirn statt und Forscher u.a. im Mannheimer ZentralInstitut für Seelische Gesundheit sehen große Ähnlichkeiten zu drogenabhängigem Verhalten und entsprechenden Entzugserscheinungen bei Nichtkonsum. siehe auch  http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/sendung/zuckersucht-100.html

Im Falle von ADS/ADHS und anders zu bezeichnenden Aufmerksamkeitsdefiziten sollte ein Verzicht auf Zucker erste Maßnahme sein.

Nach einer ausführlichen Anamnese und Beratung verordne ich vorzugsweise homöopathische Medikamente aus der anthroposophischen Medizin, unterstütze je nach Sachlage aber auch klassisch homöopathisch.

Ihre Heilpraktikerin aus Mannheim-Neckarstadt

Gabriele Wieland

Kontraindikation Schwangerschaft – Fallbeispiel einer Schwangeren mit Schmerzen im linken Oberbauch

6. November 2014

Happy Mother

 

Dass Schwangerschaft keine Krankheit ist, weiss jeder. Dass dennoch Schmerzen auftreten können ist jedoch des öfteren der Fall. All die Betroffenen können ein Lied davon singen, denn häufig wird unter diesem Umstand einfach nichts getan.

Die Angst vor einer Maßnahme, die für einen möglichen Abort verantwortlich gemacht werden könnte, hält den Durchschnitt der Therapeuten fern.

Ich selbst war vor 22 Jahren in der einzigen Kur meines Lebens. Wegen Rückenschmerzen hatte ich eine Mutter-Kind-Kur bekommen.

Ich war im 5.Monat schwanger und kein Mensch ließ mir irgendwelche Wohltaten zukommen. Schwangerschaft war eine Kontraindikation. Da frage ich mich heute noch, wieso ich zu dieser Kur geschickt worden war. Im Gegenteil, es war sogar besonders anstrenged, denn mein 5-jähriger Sohn war dort ununterbrochen krank, und damit mein Erholungswert gleich Null.

Nun, man wächst mit den Aufgaben und so rief mich eines Tages mittlerweile in meiner Funktion als Heilpraktikerin eine Schwangere an und erklärte mir ihr Rückenschmerzleid. Nach der Erstanamnese schritten wir zur Tat und noch bevor ich sie vollständig per sensibelster Vorgehensweise von ihren Rückenschmerzen befreien konnte (Dorntherapie und Ohrakupunktur) sagte sie einen Satz zu dem man wissen muss, dass es sich um eine würdig große, nicht kachektische, nun noch dazu schwangere Patientin handelte: „Frau Wieland, ich bin ja so froh, dass ich nicht in Hamburg wohne!“ Ich war noch ein wenig unbeholfen in meiner Phantasie und fragte, warum. Woraufhin sie antwortete: „Dort würde man mich zurück ins Meer schleppen“. (weil sie wohl eine gewisse „Wal-Verwandtschaft“ aufgrund ihres Volumens für sich spürte)

Der Dank dieser Dame blieb mir auf immer erhalten. So kommen über die Jahre immer mal wieder vereinzelt Schwangere zur Dorntherapie, so auch vergangenen Montag. Die Problematik: Schmerz im linken Oberbauch. Der Schmerz halte schon seit Beginn der Schwangerschaft an und würde sich lageabhängig verändern. Verbindungen zur Nahrungsaufnahme waren nicht vordergründig feststellbar. Da zum Einen die linke Kurvatur des Dickdarms bekanntermaßen durch die anatomische Disposition, der „Aufhängung am Ligamentum lienalis“ ein „neuralgischer Punkt“ bei Verdauungsproblemen sein kann, war ich erfreut im Bereich der mittleren Brustwirbelsäule eine Wirbelverschiebung ertasten und beheben zu können. Die Behandlung wurde durch Ohrakupunktur begleitet und die Patientin konnte eine sofortige Besserung vermelden.

Wie gern beende ich einen langen Montag mit einem solchen Ergebnis! Schließlich ist eine Schwangerschaft so ziemlich der beglückendste Zustand, den eine Frau erleben kann, und den schwerzfrei zu genießen, sollte jeder vergönnt sein. Als Ermutigung für Therapeuten und Schwangere,

Ihre Heilpraktikerin aus der Mannheimer Neckarstadt, Gabriele Wieland

Kalendula

Migräne – eine Fallbeschreibung

1. November 2014

Vor ca. 2 Wochen kam eine 20-jährige Patientin erstmals wegen Migräne in die Praxis. Die Migräneanfälle seien derart irre schmerzhaft, dass die Angst vor einem wiederkehrenden sie nun zur Initiative treibt und damit in meine Praxis.

Migräne ist eine der Indikationen, die ich bisher sowohl bei Frauen (wo es sehr oft eine starke hormonelle Komponente hat) als auch bei Männern (deutlich seltenere Fälle, meist mit Stress oder Stressabfall korrelierend) und Kindern, erfolgreich behandeln konnte.

Im beschriebenen Fall wurde nach dem Erstgespräch ein homöopathisches Komplex-Mittel für den Hormonhaushalt verordnet und unterstützend 2x Ohrakupunktur ausgeführt. Beim 3. Termin kommt die Patientin direkt im beginnenden Anfall. Gerade kehrt sie von zuhause (Reise) zurück, wo eine belastende familiäre Situation ein starker Stressfaktor ist und damit als auslösend vermutet werden muss.

Die Symptome sind ein irrer Kopfschmerz um die rechte Schläfe, ein sich taub anfühlender linker Arm und eine taub werdende Zunge und Gesichtsareale, Schwindel und starke Nackenschmerzen. Dorntherapie an Halswirbelsäule und oberer Brustwirbelsäule, Leberwickel und Ohrakupunktur begleite ich dieses Mal mit der Behandlung von Punkten in der Hand mit speziellen Behandlungs-Stäben aus der koreanischen Medizin. Noch während dessen lassen alle Schmerzen nacheinander nach. Die Patientin verlässt fast schmerzfrei die Praxis. Keine Taubheitsgefühle, kein Schläfenschmerz, kein Nackenschmerz, keine taube Zunge, kein Schwindel! Gesamtdauer der Behandlung 45 Minuten. Ich bin selbst fasziniert und glücklich!

Beim Folgetermin 4 Tage später berichtet die Patientin, keine weiteren Beschwerden gehabt zu haben. Auch habe sie durch die Gabe des homöopathischen Mittels offensichtlich die Fulminanz des Migränebeginns bereits als leicht abgemildert empfunden.

Ich freue mich! …und die Patientin erst!
Resümee: auch bei Migräne gibt es Hilfe fern der Tryptophane und anderer Schmerzmittel,
Ihre Heilpraktikerin aus Mannheim, Gabriele Wieland!


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