Immer wieder zitiert: Homöopathin gegen Homöopathie – Was sind die Hintergründe?

Ein ganzseitiger Artikel in der Samstagsausgabe unserer Lokalpresse, Kategorie „Debatte“ mit der Überschrift „Wo liegen die Grenzen der Homöopathie, Frau“ X?.

Als Autorin dient die zu Interviewende selbst. Nachzulesen ist, dass nach dem Führen einer homöopathischen Praxis die Autorin diese aufgegeben hat in einer Krisenphase nach dem dritten Kind.

Sie meint, die Praxiserfolge den rein psychotherapeutisch wirkenden Vorgesprächen zuordnen zu müssen und beschließt, dass sie sich in der Homöopathie geirrt habe. Nun dient die promovierte Medizinerin der westlichen Medizin als lebendiges Beispiel gegen die verhasste und ausgesprochen preiswerte Homöopathie und für die Methoden unserer heutigen Allopathie mit all ihren Nebenwirkungen.

Dass Hersteller homöopathischer Mittel aufwendige Studien betreiben müssen, in denen die Wirksamkeit der Mittel belegt wird, bevor ein homöopathisches Mittel mit Aufführen einer Indikation wie zB. Sinusitis Hevert, Hepar Hevert, Allergie Injektopas oder BN dolo, auf den Markt darf, wird hier verschwiegen. Doppelblindstudien zählen wohl nicht und Zulassungen der Befarm?

Zitat aus Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte https://www.bfarm.de/DE/Arzneimittel/zul/_node.html: „Dabei wird der gesundheitliche Nutzen – das bedeutet die Wirksamkeit, die Unbedenklichkeit und die pharmazeutische Qualität des Arzneimittels – geprüft. Darüber hinaus nimmt das BfArM wichtige Aufgaben im Rahmen der europäischen Arzneimittelzulassung wahr und leistet damit einen zentralen Beitrag zur Abwehr von Gesundheitsgefahren für die Bürgerinnen und Bürger.“

Im Artikel wird nichts erwähnt außer, dass die Homöopathie keine wissenschaftliche Methode sei und das gefühlt 10 Mal über 6 Spalten. Die Lehrer wären schlecht und dogmatisch gewesen, die Kollegen in den Fortbildungen sich bei Fallbeispielen uneinig über den Einsatz der unterschiedlichen Mittel. Na, da würde ich die Praxis auch schließen, wenn ich mich verantwortungslos fühlte. Hier wird offensichtlich eine persönliche Krise zur Not aus der eine Tugend entstehen möchte.

Da erhebt sich die Frage, was ist wissenschaftlich?  Wikipedia sagt: „Die Wissenschaft (mittelhochdeutsch für lat. scientia; mittelhochdeutsch wizzen[t]schaft = [Vor]wissen, Genehmigung) ist der Inbegriff der Gesamtheit des menschlichen Wissens, der Erkenntnisse und der Erfahrungen einer Zeitepoche, welches systematisch erweitert, gesammelt, aufbewahrt, gelehrt und tradiert wird.[1]

Die Wissenschaft ist ein System der Erkenntnisse über die wesentlichen Eigenschaften, kausalen Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten der Natur, Technik, Gesellschaft und des Denkens, das in Form von Begriffen, Kategorien, Maßbestimmungen, Gesetzen, Theorien und Hypothesen fixiert wird“

In den letzten Jahren wurden Kosten für Homöopathie, entsprechende klassisch homöopathische Mittel, die erforderliche Repertorisation oder auch die Komplexhomöopathie teilweise von den Krankenkassen bezahlt, sofern eine gewisse Vorbildung bei den Verordnern nachzuweisen ist, sprich Ärzten oder Heilpraktikern. Niemand darf als Homöopath praktizieren, ohne einen dieser Berufsabschlüsse zu haben.

Auch diese Krankenkassenakzeptanz wird final in dem Artikel kritisiert und daher könne Frau X  generell kein Teil unseres öffentlichen Gesundheitswesens sein. Na, das ist nun das erste, was mir sympathisch ist.

Der abschließende Satz , die „Homöopathie kann ihre Versprechen nicht einlösen und das sollte man wissen, bevor man ihr vertraut.“ Welches Versprechen? Es gibt kein Heilversprechen ausgenommen, „Wer heilt, hat Recht“ so wie der Betroffene, dessen von einer Hornisse gestochen, schmerzhaft angeschwollener Finger Ledum palustre C30 nimmt und sieht, dass der Finger ebenso schnell wie angeschwollen nach der Einnahme des Mittels abschwillt. Ohne Gespräch ohne Einbildung ohne Psychotherapie, Hypnose oder Magie. Einfach nur wirksam – das ist Homöopathie. Danke Hahnemann und Co.

Mit den allerbesten bewusst-homöopathie-verehrenden Grüßen und dem Dank an alle Lehrer, Mittelerforscher und Herrn Hahnemann,

Ihre naturheilkundlich und homöopathisch Praktizierende aus Mannheim-Neckarstadt,

Heilpraktikerin Gabriele Wieland

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3 Antworten to “Immer wieder zitiert: Homöopathin gegen Homöopathie – Was sind die Hintergründe?”

  1. H. Berger Says:

    Halten Sie uns eigentlich für dumm? Sie wissen doch ganz genau, daß das, was Sie unter BfArM zitieren nicht für homöopathische Arzneimittel gilt: Lesen Sie doch mal richtig an der von Ihnen selbst zitierten Stelle nach: „Homöopathische Arzneimittel unterliegen nicht denselben gesetzlichen Anforderungen wie die übrigen Arzneimittel (AMG, § 38). So müssen die meisten homöopathischen Stoffe nicht zugelassen, sondern registriert werden“ (ohne Wirksamkeitsnachweis !)

    • Gabriele Wieland Says:

      Sehr geehrter Herr Berger. Ich bedanke mich für den Hinweis. Dass homöopathische Einzelmittel sowie auch diverse Kombinationspräperate nur registriert sind, weiß ich und bezog mich absichtlich auf die zugelassenen, indikationsbezogenen Mittel. MFG GW.

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