Archive for the ‘Medien’ Category

Zum Glück haben wir den Spiegel! Ist Homöopathie – ein Rückfall ins Mittelalter?

1. Dezember 2010

Ja, die Spiegel Redaktion gilt gemeinhin als die best recherchierende und ihre Nachrichten mehrfach absichernd. Um so verblüffender ist, mit welch einer traumwandlerischen Sicherheit wiederholt (Ausgabe vom 22.11.2010), hexenjagdähnlich dabei die Homöopathie als Irrlehre, skurrile Heilslehre und Voodo-Medizin bezeichnet wird. Es erinnert an Professor Hecker aus Berlin, der 1810 das öffentliche Kesseltreiben gegen Hahnemann begann. Seine Kritik an Hahnemann faßte er in einer derart rüden und beleidigenden Form ab, daß sich das Lager zwischen Homöopathen und Allopathen endgültig spaltete. Die Allopathen sahen einen Scharlatan in ihren Reihen. Die Apothekerzunft befürchtete Umsatzeinbußen.

Wer will schon eine sanfte Medizin, die wenig kostet und keine Nebenwirkungen produziert?

Mittel, die zwar vordergründig ihren Zweck erfüllen, aber in Wirklichkeit die Krankheitssymptome unterdrücken und oft auf andere Organsysteme verschieben (Reckeweg), werden hingegen verordnet und brav eingenommen. Verblüffend nur, dass sich doch immerhin 57% der Deutschen schon mindestens einmal für die Einnahme von homöopathischen Mitteln entschieden haben.  Schließlich gibt es mittlerweile zahlreiche homöopathische Medikamente, die zugelassene Arzneimittel sind. Um diesen Status zu erreichen, der den Herstellern erlaubt, Anwendungsgebiete zu benennen, müssen aufwendige extrem teure Studien und Nachweise über die Wirksamkeit erbracht werden. Wo also, lieber „Spiegel“, ist da die rein psychotherapeutische Plazebo-Wirkebene?

Ohne Zweifel hat die Schulmedizin große Verdienste in vielen Bereichen. Mit der Zweipatientengesellschaft gibt es jedoch zunehmend Optimierungsbedarf, weshalb es die Hilfesuchendenen in alternativmedizinische Praxen treibt.

Nicht ohne Grund hat sich ein mittlerweile beachtenswürdiger Teil der Ärzte (immerhin lt. nc eine unserer intelligentesten Berufsgruppen) für die Verordnung homöopathischer Medikamente entschieden.

Ist Homöopathie – ein Rückfall ins Mittelalter? Es könnte duchaus interessant sein, sich einmal anzusehen, was den studierten Mediziner und Pharmakologen Hahnemann vor mehr als 200 Jahren in die „Irrlehre“ trieb.

Menschen, die sich mit aus einem tiefen inneren Bedürfnis heraus mit Heilkunde beschäftigen, haben seit je her nach  Möglichkeiten gesucht, noch bessere,wirksamere Methoden zu finden und zu entwickeln. Die Alternativmedizin und damit die gesamte Gesellschaft profitiert heute davon. Viele dieser daraus erwachsenen Behandlungsmethoden werden nach wie vor nicht anerkannt, wirken aber trotzdem. Einige Krankenkassen bezahlen sie indes, weil sie längst gemerkt haben, dass Naturheilkunde preiswert ist.

Zu allen Zeiten wurden Wissende verdammt, Gallilei musste wiederrufen, Kolumbus hätte vom Tellerrand der Erde fallen müssen.
Was würde geschehen, wenn mehr naturheilkundlich und auch homöopathisch behandelt werden würde?  wäre unser Grundwasser noch mehr verseucht mit Antibiotika und Hormonen,  gäbe es weniger Krebs, weniger Depressionen, weniger Demente…………. „wie im Mittelalter“?


%d Bloggern gefällt das: