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„Heiler, Gurus, Scharlatane: der Boom der Alternativmedizin“

23. August 2018

Sie hat es mal wieder geschafft! Die Alternativmedizin ist auf der ersten Seite des Spiegel. Erdogan, Flüchtlingsamt und Beckenbauer sind nur kleingeschrieben erwähnt…

5,10 Euro kostet der Erwerb eines journalistischen Rundumschlages  – der Spiegel vom 18.8.18.

Heiler, Gurus, Scharlatane: der Boom der Alternativmedizin

Sommerloch? Man zitiert zum gefühlt 200. Mal immer dieselbe  ehemalige Homöopathin, ein erboster Ehemann findet heraus, was alle Welt weiß, nämlich, wie homöopathische Mittel hergestellt werden. Zahlen werden aufgeführt, wie viele Heilpraktiker es mittlerweile in Deutschland gibt (47 000) und wie viele Ärzte (37 300) Akupunktur oder Homöopathie oder sonstige Naturheilkunde anwenden…

Millionenumsätze – igittigitt! Der Spiegel postet auf seiner Titelseite eine meditierende, kleine, vermutlich Hexe, die schwebt, mit Akupunkturnadeln gespickt, die Klangschale auf dem Kopf, Kügelchen auf die Zunge gebend

und untertitelt

„Heiler, Gurus, Scharlatane: der Boom der Alternativmedizin“

In dem Artikel werden  2 Patientinnen genannt, deren Leidensgeschichten bei Alternativmedizinern kein Ende gefunden hatten. Nun, in Arztpraxen gibt es das auch. Komisch. Wenn es anders wäre, hätten ja Alternativmediziner gar keine Arbeit.

Ich schlage vor, die ergebnislose, ja hier als vielfach schädliche und gefährliche Alternativmedizin aushungern zu lassen. Wer geht denn ein 2. Mal hin, wenn es nichts nützt? Wie kann eine Branche so fulminant wachsen, wenn alles nur Betrug und Hokuspokus ist?

Über volle 5 Seiten wird unter Fotos von Kügelchen, Akupunkturnadeln und  Bildchen von Leinsamen, Ingwer und sonstigen Ayurvedischem aufgeführt, wie gefährlich das ist. Klar, muss man das schon, denn die Meter langen Beipackzettel von Allopathischen (also schulmedizinischen) Mitteln führen lange Listen von Nebenwirkungen auf, die alle belegt und bewiesen sind. Wohl dessen bewusst, werden sie verordnet und zwar in Massen.

Die schulmedizinische Praxis stößt an derart viele Grenzen, dass sich auf vollkommen natürlich folgende Weise eine Alternative entwickelt hat.

Eine Patientin kam vor Jahren in Behandlung und zog derart über alle möglichen Ärzte her, dass ich dachte: Oh, Gott, ich werde sicher die Nächste sein. Sie erzählte, dass sie einst einen Vortrag von mir in der katholischen Bildungsstätte „Sanct Clara“ hier in Mannheim gehört hatte und für sich beschlossen, wenn sie jemals so tief sinken würde, dass sie einen Heilpraktiker braucht, würde sie zu der,…also mir, gehen.

Der Vortrag handelte von der absolut logischen Wirbelsäulen- und Gelenkbehandlungsmethode, die den Namen DORN-Therapie trägt. Man behandelt suboptimal stehende und/oder blockierte Wirbel und Gelenke und der Patient spürt den Erfolg meist sofort oder zumindest in relativer zeitlicher Nähe. Davon ist die Esoterik so weit weg wie von einer Hirn-OP.

Es gibt zahlreiche logisch nachvollziehbare Behandlungsmethoden und Maßnahmen in der Naturheilkunde. Bereits im Anamnesegespäch merken die Hilfesuchenden, dass mit Verstand und Wissen agiert wird. Ich erkläre, warum ich bei Schleimhaut- und Nebenhöhlenproblemen nach der Verdauung frage, warum ich den Hüftstand untersuche, wenn es Halswirbelsäulen- und Nackenprobleme gibt, warum die Einnahme bestimmter Medikamente mit Müdigkeitsattacken oder zunehmenden Nahrungsunverträglichkeiten und Allergien zu tun hat oder was ein Muskeltraining mit dem Testosteronspiegel und der seelischen Gesundheit von Männern macht.

Neu in dem Artikel ist, dass nun auch die Volkshochschulen angegriffen werden, die entsprechend volksverdummende esoterische Kurse anbieten.

Mich wundert, dass die Medizinjournalistin nicht noch die Quantenmedizin ins Feld geführt hat, dann hätte sie Albert Einstein, Nils Bohr und Werner Heisenberg auch als Esoteriker hinstellen müssen, das wäre nun wirklich zu gewagt.

Warum wohl suchen so viele Menschen nach Alternativen? Weil sie nicht schon bei ihren Kindern  Cortison und Antibiotika im Wechsel einsetzen wollen? Ich freue mich über jeden Arzt, der durch seine Erfahrung mit der Endlichkeit des Einsatzes kurzsichtiger Medikationen auf Alternativen kommt und Kräutermedizin verordnet wie Mönchspfeffer, oder  Bitterstoffe für die Verdauung, gelernt hat, dass auch die Kapuzinerkresse zusammen mit D-Mannose der Blase helfen kann und Antibiotika vermieden werden.

Mittlerweile findet sich bereits eine Generation die Praxis, die aufgewachsen ist mit Kügelchen und, oh Wunder, die Wirksamkeit bestätigen kann.

Ich wünsche der Autorin, dass sie weiterhin so gesund und glücklich mit ihren offensichtlich guten Schulmedizinern ist, die es zweifelsohne gibt!

Allerbestens, Ihre Heilpraktikerin, Naturheilkundlerin, Alternativmedizinerin, Quantenmedizinerin und gerne auch Esoterikerin aus Mannheim,

Gabriele Wieland

PS.: kein Guru, schade eigentlich  😉


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