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Leberstoffwechsel und Hirnfunktionen

3. Mai 2015

mariendistelJeder kennt die Wirkung von Alkohol auf unsere Wahrnehmungen, Fähigkeit, sich zu konzentrieren, das Bewusste-Sein. Oftmals ist dieser (eingeschränkte) Effekt  sogar beim Genuss von Alkohol erwünscht. Dennoch ist mein erster Gedanke in Hinblick auf die Leberfunktion und deren Auswirkungen auf das Allgemeinbefinden auf völlig andere Prozesse im Körper gerichtet.

Aufgrund konkreter und wiederholter Anfragen möchte ich in diesem Artikel auf die Korrespondenz zwischen Leber und Gehirn eingehen.

Die gesunde Psyche ist kein Ergebnis reinen Zufalls. Unsere Chemiefabrik „Leber“ erfüllt wichtigste Stoffwechselaufgaben. Hat sie besonders viel zu tun, spüren wir es zunächst als Müdigkeit, weshalb in der Naturheilkunde auch genau dieser Ausdruck verwendet wird: „Der Schmerz der Leber ist die Müdigkeit“.

Ignorieren wir das und setzen uns allen möglichen schädigenden Prozessen aus, was nicht vordergründig mit Alkohol zu tun haben muss, können allerdings weitere Symptome dazukommen: Konzentrationsmangel, Sehprobleme, psychische Zustände. Auch starkes (oft nächtliches) Schwitzen und wirklich schlagartige Müdigkeitsanfälle können die Folgen sein.  Stress, Medikamenteneinnahme, Pille, Hormonspirale können weitere Ursachen sein. Hautzeichen und allergieartige Symptome lassen mich immer an dieses klaglos arbeitende, große Organ denken.

Die Leber befindet sich im rechten Oberbauch, produziert Gallenflüssigkeit, die in der Gallenblase gesammelt und konzentriert wird, um bei Bedarf in den Zwölffingerdarm abgegeben zu werden. Sie wirkt emulgierend auf die Fettverdauung und kleidet die Darmwände aus.

Als Regulatior des Blutzuckers, wandelt die Leber Glukose in einen Speicherstoff um, das Glykogen. Sinkt der Blutzuckerspiegel – zum Beispiel zwischen den Mahlzeiten, beim Sport oder in Fastenzeiten, steht dem Körper dieser Energiespeicher zur Verfügung.

Die Leber speichert Fette, Vitamine und Blut, bildet Cholesterin, stellt Eiweiße zur Blutgerinnung her, reguliert den Vitamin- und Spurenelementestoffwechsel. Damit ist sie eine Art Ressour für (unter anderem) den Hirnstoffwechsel.

Wenn wir uns all diese Funktionen vor Augen halten, so ist klar, dass der Leber zu helfen, ihre Arbeit auszuführen, letztlich auch dem Gehirn mit all seinen Funktionenl zugute kommt.  Beispielsweise Mariendistel (carduus marianus), der Klassiker unter den Lebermitteln, hat somit letztlich auch eine Wirkung auf die Psyche mit ihrer Eigenschaft, die Leberzellen zu erneuern. Ohnehin ist die Leber ein ausgesprochen regenerationsfreudiges Organ. Funktioniert unsere Leber leichter und besser, spüren wir es bei all unseren Hirnfunktionen. Negativbeispiel für die Leber bei Funktionseinschränkung ist beispielsweise das Korsakowsyndrom bei Leberzhirrhose, bei dem jedoch bereits ein Untergang von Hirnzellen beschrieben wird. Betroffene haben Wahnzustände und  halluzinieren. Einfach ausgedrückt kann die Leber nicht genug entgiften und durch die laufende Überflutung des Gehirns mit schädigenden Stoffen wird es langfristig geschädigt.

Naheliegend ist unter diesen Aspekten der nachvollziehbare und unter Naturheilkundlern bekannte Zusammenhang zwischen Leber und Depressionen. Dass bei Mangelerscheinungen ein nicht optimaler Hirnstoffwechsel zu psychischen Beeinträchtigungen führen kann, ist bio-logisches Grundwissen. Die Gabe von Psychopharmaka bei Depressionen ist Grundlage für eine letztlich weitere Verschlimmerung, da Belastung der Leber. Weitere Leberwirksame homöopathische Mittel sind Schöllkraut

Schoellkraut

Schöllkraut (Chelidonium majus)

(chelidonium majus – ausschließlich homöopathisch!) und Löwenzahn (taraxacum-gern auch essen)

Mit dieser Darlegung beziehe ich mich auf eine Internetsuchanfrage, wodurch Interessenten auf meinem Blog landeten…

Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Möglicherweise würde alles zu diesen Themen ein Buch füllen. Erwähnen möchte ich an dieser Stelle ebenfalls die Wirksamkeit von Leberwickeln (Wärmeauflagen unter der rechten Brust) und gerade im Frühjahr leicht zu findenden entgiftenden Pflanzen wie Bärlauch, Löwenzahnblätter, generell alles Bittere und Grüne (Rukola), die gerne in Salaten landen können.

Der englische Begriff für die Leber ist LIVER, was ihre zentrale Stellung eineindeutig belegt.

Mit lebendigsten Grüßen

Ihre Heilpraktikerin aus Mannheim,  Gabriele Wieland,  http://www.heilpraktikerin-wieland.de

Migräne – eine Fallbeschreibung

1. November 2014

Vor ca. 2 Wochen kam eine 20-jährige Patientin erstmals wegen Migräne in die Praxis. Die Migräneanfälle seien derart irre schmerzhaft, dass die Angst vor einem wiederkehrenden sie nun zur Initiative treibt und damit in meine Praxis.

Migräne ist eine der Indikationen, die ich bisher sowohl bei Frauen (wo es sehr oft eine starke hormonelle Komponente hat) als auch bei Männern (deutlich seltenere Fälle, meist mit Stress oder Stressabfall korrelierend) und Kindern, erfolgreich behandeln konnte.

Im beschriebenen Fall wurde nach dem Erstgespräch ein homöopathisches Komplex-Mittel für den Hormonhaushalt verordnet und unterstützend 2x Ohrakupunktur ausgeführt. Beim 3. Termin kommt die Patientin direkt im beginnenden Anfall. Gerade kehrt sie von zuhause (Reise) zurück, wo eine belastende familiäre Situation ein starker Stressfaktor ist und damit als auslösend vermutet werden muss.

Die Symptome sind ein irrer Kopfschmerz um die rechte Schläfe, ein sich taub anfühlender linker Arm und eine taub werdende Zunge und Gesichtsareale, Schwindel und starke Nackenschmerzen. Dorntherapie an Halswirbelsäule und oberer Brustwirbelsäule, Leberwickel und Ohrakupunktur begleite ich dieses Mal mit der Behandlung von Punkten in der Hand mit speziellen Behandlungs-Stäben aus der koreanischen Medizin. Noch während dessen lassen alle Schmerzen nacheinander nach. Die Patientin verlässt fast schmerzfrei die Praxis. Keine Taubheitsgefühle, kein Schläfenschmerz, kein Nackenschmerz, keine taube Zunge, kein Schwindel! Gesamtdauer der Behandlung 45 Minuten. Ich bin selbst fasziniert und glücklich!

Beim Folgetermin 4 Tage später berichtet die Patientin, keine weiteren Beschwerden gehabt zu haben. Auch habe sie durch die Gabe des homöopathischen Mittels offensichtlich die Fulminanz des Migränebeginns bereits als leicht abgemildert empfunden.

Ich freue mich! …und die Patientin erst!
Resümee: auch bei Migräne gibt es Hilfe fern der Tryptophane und anderer Schmerzmittel,
Ihre Heilpraktikerin aus Mannheim, Gabriele Wieland!


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